
Nachdem
das Blockheizkraftwerk im badkap seit über 20 Jahren zuverlässig
Strom und Wärme produziert hat, wurde im Rahmen der letztjährigen
Schließung des Freizeitbades auch die alte 6-Modulanlage gegen
eine leistungsfähigere 4-Modulanlage ersetzt.
Laut Anton Bernath, der bei den Albstadtwerken für den Bereich
Wärme verantwortlich ist, wurden während der gesamten
Betriebszeit seit April 1983 ca. 52.150.000 Kilowattstunden Strom
erzeugt. Diese würden ausreichen um 15.000 Haushalte ein
Jahr lang mit elektrischer Energie zu beliefern. Gleichzeitig
belief sich die Wärmeproduktion auf 126.600.000 Kilowattstunden,
was ausreichen würde um 5.000 Einfamilienhäuser ein
Jahr lang mit Heizenergie versorgen zu können.
Jede der 6 Maschinen erreichte ca. 93.000 Betriebsstunden. Verglichen
mit einem LKW-Motor entspricht dies einer Laufleistung von etwa
4.500.000 km!
Gegenüber der getrennten Erzeugung von Strom und Wärme
erreicht man durch den Einsatz der effizienten Blockheizkraftwerke
Primärenergieeinsparungen von ca. 35 %. Hierdurch und weil
als Primärenergie das aufgrund seiner chemischen Zusammensetzung
gegenüber anderen fossilen Energieträgern umweltschonendere
Erdgas zum Einsatz kam, fiel auch die Emissionsbilanz entsprechend
günstig aus. Im Vergleich zur Stromerzeugung in einem Kohlekraftwerk
und einer Wärmeerzeugung per Ölkessel wurde durch die
gesamte Anlage im badkap insgesamt ca. 871Tonnen Kohlendioxidausstoß
eingespart.
Obwohl die in die Jahre gekommene Anlage durch systematische
Wartung und Instandhaltung immer noch sehr zuverlässig arbeitete,
wurde die Beschaffung von Verschleiß-und Ersatzteilen zunehmend
problematisch. Diese waren zum Teil nur noch durch entsprechrend
teure Sonderanfertigungen zu erhalten.
Das seit April 2002, durch die Bundesregierung neu geregelte
Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz, sowie das durch das Land Baden-Württemberg
aufgelegte „Klima-Schutz-Plus“ Zuschussprogramm, gaben
den entscheidenten Ausschlag, die bisherige Anlage durch eine
Neuanlage zu ersetzen. Die Gesamtinvestition amortisiert sich
bereits durch diese beiden Punkte und einen besseren Wirkungsgrad
gegenüber einem weiteren Betrieb der Altanlagen in ca. 6
Jahren.